Die Neuapostolische Kirche Schweiz

1930 - Der Beginn

454 Jahre nach der Murtenschlacht kommen erstmals Brüder aus Bümpliz nach Murten. Diakon Ernst Gerber erhält von Bezirksältesten Feller den Auftrag, die junge Gemeinde zu betreuen. Gottesdienste finden in der Hauptgasse bei Schuhhändler Wüthrich und später beim heutigen „Coop“ statt.

1934 - der erste Vorsteher

Diakon Gerber wird ins Priesteramt gesetzt und betreut Murten als erster Vorsteher. Als Hilfen stehen ihm die Diakonen Meister und Zahnd zur Seite. Evangelisationsgottesdienste finden auch bei einer Familie in Münchenwiler statt.

Mühsame Aufbauarbeit in den 30er

Um die Geschwister besser bedienen zu können kauft sich der Vorsteher ein Auto. Er fährt 3 Mal in der Woche von Bern nach Murten. Der Weg ist mühsam. Über Stock und Stein benötigt er für die Strecke eine gute Stunde, bei Nebel und Glatteis deutlich mehr. Das einzige Lied, welches einigermassen gesungen werden kann ist Lied Nr. 117: „Die Sach ist dein Herr Jesus Christ“. Die Nachbarn beklagten sich jedoch über den „kläglichen Gesang“. Viele Gäste kommen und gehen wieder. Weiter gibt es auch Standortprobleme. Gleich neben dem Versammlungsraum ist das Pfarrhaus. Der Pfarrer kann kontrollieren, welche seiner Schäfchen alle ein und aus gehen. Dies ist vielen unangenehm. Zu Beginn der Kriegsjahre wird die Gemeinde geschlossen.

1950 – Die Kirchengründung

Geschwister von auswärts zügeln nach Murten. Der Vorsteher von Fribourg, Priester Zbinden organisiert wieder erste Gottesdienste in Murten. In der Längmatt wird ein geeigneter Versammlungsraum gefunden. Vorher finden bereits einzelne Gottesdienste bei der Familie Kämpfer zu Hause statt. Priester Zbinden wird unterstützt von den Brüder Gottfried Kämpfer, Sommer und Jufer.

1951 – ein eigener Vorsteher

Fritz Jufer wird ins Priesteramt gesetzt und dient als erster „eigener“ Vorsteher der Gemeinde. Priester Zbinden kann sich wieder seiner Gemeinde Fribourg widmen. Durch Zuzug von verschiedenen Geschwister wächst die Gemeinde rasch.

1956 – erneute Wechsel

Gottfried Kämpfer, seit 1955 Priester, löst Priester Jufer als Vorsteher von Murten ab. Priester Jufer wechselte berufshalber nach Belp. Priester Kämpfer zur Seite stehen Diakon Egli und Unterdiakon Bühlmann. Die Gemeinde Murten wird dem Bezirk Bern-Balderstrasse zugeteilt. Murten erhält ein eigenes Kirchenbuch, wo 31 Geschwister aufgeführt werden.

1958 – Lokalwechsel

1958 muss die Gemeinde ihr Lokal in der Längmatt verlassen. Als Zwischenlösung stellt Priester Kämpfer sein Haus zur Verfügung in der Länggasse.

1962 – Beginn der Area „Ryf“

Im Jahr 1962 gelingt es, im Haus Seeblick, an der Ryffe ein neues Lokal zu mieten. Bischoff Stiefel organisiert die Einrichtungsarbeiten. Trotz der Einfachheit des Lokales gehen während 15 Jahren die Geschwister hier ein und aus. 32 Plätze stehen den Geschwistern zur Verfügung. Während Ferienzeiten sind jedoch oftmals über 70 Geschwister anwesend. Ein Harmonium steht seit dem Umzug in die Ryf zur Verfügung. Ein kleiner Chor von 18 Personen umrahmt unter der Leitung von Bruder Frei die Gottesdienste.

Anfang der 70er – eine neue Kirche?

Bischof Urwyler findet in enger Zusammenarbeit mit den Brüder aus Murten nach langer Suche einen Bauplatz am Beinhausweg. Trotz einer Initiative, welche einen Kauf verhindern will, kann im Jahre 1971 der Kaufvertrag unterzeichnet werden.

1976 – erneute Hindernisse

Das Beinhaus soll anlässlich der 500 Jahr-Feier "Murtenschlacht neu gebaut werden. Es gibt viele Meinungsverschiedenheiten. Die Idee wird schlussendlich abgelehnt.

März 1977 – Wechsel in die Rasta

Obwohl 1978 die neue Kirche bezogen werden kann, muss kurzfristig die "Ryf"  verlassen werden. In der Fabrik "Rasta" kann der Umkleideraum benutzt werden. In der Zwischenzeit besteht die Gemeinde Murten aus 53 Geschwister.